Re: Laßt sie pleite gehen!
Verfasst: 15.11.2004 19:53
Bekommt der BVB jetzt Subventionen aus dem Verteidgungshaushalt?

<br><br>Das mit den 2,49 € kann man HIER per F5 regelmässig überprüfenNaja, aber so eine ...<br><br><br>http://borussia-dortmund.lycos.de/image ... ><br>Schön sieht sie schon aus oder?<br>Kostet (ohne Rahmen) 2,49 € plus Bezugsspesen.

<br>Weil alles relativ ist.<br>Götting und Dortmund muss man auch an den Möglichkeiten messen.<br>Wenn Dortmund ein Konzept vorlegen kann, dass man sich in ein paar Jahren wieder sanieren kann, dann dürfen die auch weitermachen. Wenn die Geldgeber gleich den Hahn abdrehen, dann geht denen das auch ganz gut an die Substanz.<br>Dortmund hat dank seiner Fans ein riesiges Umsatzpotential. Ich weiß aber nicht, ob das ausreicht, das auszugleichen, was in den letzten Jahren mit vollen Händen zum Fenster rausgeworfen wurde.<br>Vielleicht kann Dortmund somit über einen gewissen Zeitraum eher 100 Mio. aufbringen als Göttingen 1 Mio.Wie kann es angehen, dass Dortmund schon so lange weitermachen darf.
[br](Diese Nachricht wurde am 17.02.05 um 17:16 von Hulle geändert.)
[br](Diese Nachricht wurde am 17.02.05 um 22:51 von Uwe geändert.)<br><br><br>SPIEGEL<br><br>ich will nich wissen wat in der gelb-schwarzen stadt passiert wenn die den laden dicht machen.<br>Dortmunds Stolz vor dem Aus<br><br>Aus Dortmund berichtet Felix Meininghaus <br><br>Fassungslos und ohnmächtig verfolgen die Dortmunder den Niedergang ihres Ballsportvereins Borussia. Die Nachricht, dass Deutschlands einziger börsennotierter Fußballclub vor dem Kollaps steht, traf die Stadt mitten ins Herz. Das Überleben des einstigen Champions-League-Gewinners hängt jetzt von den Gläubigern ab.<br><br><br> <br>DPA<br>BVB-Spieler Koller, Wörns und Berdölmo beim Training: "Junge, Junge, es sieht ganz finster aus" <br>Dortmund - Schneetreiben und ein scharfer Wind heute Mittag auf der A 1 zwischen Kamen und dem Autobahnkreuz Dortmund-Unna. Keine angenehmen Bedingungen auf dem Weg zum Westfalenstadion, wo die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA auf einer eiligst anberaumten Pressekonferenz weitere Horrorzahlen zu präsentieren hatte. Aber was ist schon schön in diesen Tagen, da der Stolz der zweitgrößten Stadt im Ruhrgebiet ums Überleben kämpft.<br><br>Immerhin passt das Wetter zu dem Bild, das BVB-Präsident Reinhard Rauball im Dezember gezeichnet hatte. Einen "eiskalten Winter" hatte der promovierte Jurist seinem Verein prophezeit, die neuesten Meldungen verrieten, dass sich die Großwetterlage beim Champions-League-Gewinner von 1997 so sehr verschlechtert hat, dass mit dem Erfrierungstod zu rechnen sei. Deutschlands einziger an der Börse notierter Fußballverein hatte in Ad hoc Mitteilung verkündet, es sei "eine Existenz bedrohende Ertrags- und Finanzsituation eingetreten".<br><br><br> <br>DDP<br>Fans feiern ihren BVB: Bald Geschichte? <br>Und so befanden sich die gesamte Stadt Dortmund und alle, die in irgendeiner Form mit ihrem Vorzeigeverein zu tun haben, im Ausnahmezustand. Torhüter Roman Weidenfeller wurde morgens früh von seinen Eltern geweckt, die aus dem pfälzischen Eisbachtal anriefen. "Junge, Junge, mach doch mal den Videotext an, es sieht ganz finster aus." Überall verbreitete sich das, was als Horrorvision seit über einem Jahr über der Stadt hängt, was aber keiner so richtig wahr haben wollte: Borussia geht tatsächlich pleite, sie nehmen uns unseren Verein weg.<br><br>Zustand der Ohnmacht<br><br>Nachmittags, als die Profis auf dem Trainingsgelände im Schatten des gigantischen Westfalenstadions, das die Macher ohne Rücksicht auf wirtschaftliches Kalkül zu Deutschlands Arena mit dem größten Fassungsvermögen ausgebaut haben, ihre tägliche Übungseinheit absolvierten, machte sich bei den Rentnern am Zaun Resignation breit. Die alten Männer sind immer da und beschimpfen die Stars, weil die angeblich lauffaul, bequem und verwöhnt sind.<br><br><br> <br>DDP<br>Keeper Weidenfeller: Anruf von den Eltern <br>Aber an diesem Nachmittag hatten sie kaum einen Blick für die kickenden Großverdiener: "Aus dem Schuldendebakel kommen die nicht mehr raus", sagte einer, und die anderen nickten: "Es ist schlimmer als gedacht." Dortmund befindet sich in einem Zustand der Ohnmacht, die Hoffnung auf Rettung bleibt, aber sie schrumpft mit jeder neuen Hiobsbotschaft: "Wut, Angst, Fassungslosigkeit", so lautet die Headline der "Ruhr-Nachrichten" am Freitag.<br><br>Die Bedeutung des Traditionsvereins, der 1966 als erster deutscher Club Den Europapokal gewann, kann nur der erfassen, der sich mit der Geschichte Seiner Stadt beschäftigt: Die Montanindustrie ist längst weg gebrochen, die letzte Zeche hat 1987 dicht gemacht, das letzte Stahlwerk im Jahr 2000. Und von Europas Bierstadt Nummer eins bleibt gerade mal eine Brauerei übrig, wenn Brinkhoff 2006 die Pforten schließt.<br><br>Stattdessen gibt es den Technologie-Park, aber von dem, was Dortmund einst groß gemacht hat, was die Menschen hier mit Stolz erfüllt, ist nur noch Borussia übrig geblieben. Ganz abgesehen von den wirtschaftlichen können die moralische Auswirkung eines Kollaps des BVB nur erahnt werden in einer Stadt, in der ein Fußballclub der einzige wirkliche Identifikations- und Hoffnungsträger ist.<br><br>Weltweit größte Stehplatzkonstruktion<br><br><br> <br>DDP<br>Dortmunder Fans: Vor Verzweiflung geheult <br>Hier pilgern alle zwei Wochen rund 80.000 Anhänger zu den Heimspielen, ein Zuschauerschnitt, den es auf diesem Globus kein zweites Mal gibt. Zumindest für die Fans auf der Südtribüne, die mit einem Fassungsvermögen von 27.000 als weltweit größte Stehplatzkonstruktion geführt wird, sind die Darbietungen der Kicker weit mehr als ein Freizeitvergnügen, das sich so ohne weiteres durch ein neues ersetzen lässt. Reinhard Beck, Vorsitzender der zum Ende des vergangenen Jahres gegründeten Fanabteilung des BVB, berichtet von "Leuten, die heute morgen am Telefon vor Verzweifelung geheult haben". Sollte ihr Lebensinhalt tatsächlich vor dem Insolvenzgericht abgehandelt werden, "drehen die Leute hier durch, so viel Wut und so viel Hass hat sich bei denen angestaut".<br><br>Im Brennpunkt solcher Gefühle stehen mit Gerd Niebaum und Michael Meier die Protagonisten des Dortmunder Finanzdebakels. Während Niebaum inzwischen nicht nur als Präsident, sondern auch als Geschäftsführer der Aktiengesellschaft zurückgetreten ist, verbleibt Meier weiter im Amt. Im Umfeld des Vereins heißt es, der Manager verfüge im Dickicht aus Verträgen, Darlehn, Sale-and-Lease-back-Verfahren und sonstigen wirtschaftlichen Konstrukten über so viel Herrschaftswissen, dass es einem selbstmörderischen Akt gleich käme, ihn auch noch in die Wüste zu schicken. Zudem besitze Meier die guten Kontakte zur Deutschen Fußball Liga (DFL), mit deren Hilfe der marode Club trotz des rekordverdächtigen Schuldenbergs die Lizenz für die kommende Spielzeit erhalten soll.<br><br>Heute stellte Meier die Lage des Clubs mit vorher nicht gekannter Offenheit dar und verabschiedete sich damit von der unsäglichen Salamitaktik, mit der er und Niebaum sich bislang durchgehangelt hatten. Mehr als ein Jahr lang hatte Dortmunds Doppelspitze immer nur das zugegeben, was ihnen sowieso gerade nachgewiesen worden war. Und so wuchs die Krise peu a peu bis zur Katastrophe. Nun räumte Meier ein, es sei "ein Fehler gewesen, die Dinge nicht transparent zu machen". Beck hätte sich "diese Offenheit vor einem Jahr gewünscht, als der Handlungsspielraum noch größer war".<br><br>"Die haben unsere Seele verschachert"<br><br>AP<br>Kritisierter Meier: Mit der Salamitaktik durchgehangelt <br>Beim Fan-Vorsitzenden und seinen Mitstreitern ist Meier spätestens unten durch, seitdem ruchbar geworden ist, dass der BVB im Spätsommer 2000 einen Deal über 20 Millionen Euro mit dem Kölner Versicherungskonzern Gerling geschlossen hat, bei dem der Club als Sicherheit unter anderem den Vereinsnamen und das Logo verpfändete. "Die haben unsere Seele verschachert", zürnt Beck, und sein Stellvertreter Olaf Suplicki sagt, "dass seitdem die Volksseele kocht".<br><br>Während Meier versucht, die Gläubiger davon zu überzeugen, Tilgungsaussetzungen und -streckungen zuzustimmen, damit das Sanierungsprogramm greift und die drohende Insolvenz abgewendet werden kann, schwanken die Fans zwischen Duldung und Ablehnung: "Wir wissen, dass wir ohne Meier wahrscheinlich unseren Verein verlieren", sagt Beck, "aber eigentlich muss er weg." Suplicki geht noch weiter: "Niebaum und Meier haben völlig versagt", sagt der Fanvertreter, der notfalls dafür ist, "lieber einen sauberen Schnitt zu machen und in der dritten oder vierten Liga neu zu starten. Das wäre unter Umständen die fairste Lösung."<br>
<br><br>SPIEGEL, die 2.<br><br><br>TextDFL will Dortmund unterstützen<br><br>Für Borussia Dortmund war es kein Tag der guten Nachrichten - bis Werner Hackmann ein Interview gab. Der DFL-Chef, der in einem Monat mitentscheiden muss, ob der angeschlagene Fußball-Bundesligist die Lizenz erhält, stellte dem BVB die finanzielle Hilfe der Liga in Aussicht. Die hätte jedoch Punktabzüge zur Folge.<br><br><br> <br>DDP<br>Liga-Boss Hackmann: "Ich mache mir große Sorgen" <br>Hamburg - "Wir haben für solche Fälle einen Solidaritätsfonds eingerichtet, um sicherzustellen, dass alle Bundesligisten die Saison zu Ende spielen können", sagte Hackmann dem "Tagesspiegel". Allerdings wies DFL-Sprecher Tom Bender gegenüber dem Sportinformationsdienst auf "sehr enge Grenzen" hin, die der Liga-Verband für diese Finanzspritze gesetzt habe. Zudem gelte: "Eine Inanspruchnahme ist automatisch mit Punktabzügen verknüpft."<br><br>Gegenüber SPIEGEL ONLINE hatte sich Hackmann bereits am Vormittag besorgt über die Entwicklung beim BVB gezeigt. "Das ist sehr beunruhigend. Aber es ist ja bereits seit langem bekannt, dass Borussia Dortmund finanzielle Probleme hat. Und wir hoffen und gehen auch nach jetzigem Stand davon aus, dass sich der BVB mit seinen Gläubigern einigt", so Hackmann.<br><br>Die DFL hat sich nach Meinung Hackmanns nichts vorzuwerfen, was die Lizenzerteilung für die laufende Saison angeht. "Wir haben den Fall Dortmund sehr sorgfältig geprüft und analysiert und erst dann unter Auflagen und Bedingungen die Lizenz für die laufende Saison erteilt. Und wir verfolgen sehr genau, wie Dortmund mit diesen Bedingungen umgeht", sagte Hackmann.<br><br>Um einen weiteren Fall Dortmund zu vermeiden, kündigte der DFL-Chef dennoch Änderungen im Lizenzierungsverfahren an: "Wir sind an rechtliche Grenzen gebunden. Nach dem gültigen Lizenzierungsverfahren sind alle gleich zu behandeln. Aber wir arbeiten an einer Änderung, das tut der Arbeitskreis Finanzen. Wir wollen eine Änderung auf freiwilliger vertraglicher Basis erreichen." <br>