Verfasst: 11.08.2007 11:50
Münsterländische Tageszeitung:
Staatsanwalt will Hooligans härter vom Ball trennen
Eilverfahren im BVC-Stadion angedroht
Cloppenburg (kre) – Ein schnelleres und härtes Vorgehen gegen Gewalttäter im Fußball-Stadion haben Staatsanwaltschaft und Polizei in Cloppenburg verabredet. Zu allen „Risikospielen“ der Oberliga soll eine lückenlose Sicherkeitskette aufgebaut werden, um krawallbereite Fans auszuschließen. Das kündigten Bernard Südbeck, der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Oldenburg, Polizeichef Günther Schell und BVC-Vorstand Bernhard Dorissen gestern an.
Zum ersten Mal soll am Sonntag beim Spiel des BV Cloppenburg gegen den VfB Oldenburg ein Staatsanwalt direkten Kontakt zu den eingesetzten Polizisten halten. Sein Auftrag: Im Ernstfall Haft anordnen und ein beschleunigtes Strafverfahren gegen Hooligans einleiten.
Unter den über 1500 Oldenburger Fans, die in Cloppenburg erwartet werden, sind nach Erkenntnissen der Polizei etwa 20 gewalttätige Hooligans. „Denen kommt es gar nicht auf das Spiel an“, sagte Schell: „Die wollen Randale.“
Krawallbereite Fans wollen die Beamten mit einem verstärkten Aufgebot bereits am Bahnhof aussortieren. Schell: „Wer schon im Zug aufgefallen ist, kommt gar nicht erst in den Bus zum Stadion.“ Bundespolizisten beobachten die Gruppen im Wagon.
Am Stadion werden identifizierte „Problemfans“ isoliert. Die Polizei führt sie mit Hunden zum Eingang an der Westerlandstraße, an Sperrgittern vorbei auf einen Extra-Tribünenblock, der durchgehend von den Beamten bewacht wird. „Wer Ärger macht, den holen wir raus“, versprach Schell.
Der BVC unterstützt die Bemühungen mit 25 professionellen Sicherheitsleuten und weiteren ehrenamtlichen Ordnern. „Betrunkene Fans haben wir auch bisher schon abgewiesen“, sagte Vorstandsmitglied Dorissen, „aber wir werden noch schneller Stadionverbot erteilen“.
Zur Vorsicht gehört auch die Suche im Gelände, denn: Bei früheren Begegnungen hatten Randalierer bengalische Feuer und Flaschen voller Alkohol in Taschen am Zaun deponiert und nach den Kontrollen heimlich durch ein Loch gereicht.
Ärger haben im vergangenen Jahr Gäste aus Meppen und Braunschweig gemacht. Diesmal gelten die verschärften Kontrollen für die beiden nächsten Punktspiele am Sonntag gegen Oldenburg und Lübeck sowie gegen die Pokalbegegnung am Mittwoch gegen Meppen. Mit ihrem abgestimmten Vorgehen reagieren Polizei und Justiz auch auf den Erfindungsreichtum der Hooligans. Zu einem Pokalspiel in Pewsum (Ostfriesland) hatte eine Randalegruppe die Polizei ausgetrickst, indem sie sich als Bosseltruppe ausgab und einen gutgläubigen Busunternehmer hereinlegte. „Die kommen auf die dollsten Ideen“, wunderte sich Südbeck.
Staatsanwalt will Hooligans härter vom Ball trennen
Eilverfahren im BVC-Stadion angedroht
Cloppenburg (kre) – Ein schnelleres und härtes Vorgehen gegen Gewalttäter im Fußball-Stadion haben Staatsanwaltschaft und Polizei in Cloppenburg verabredet. Zu allen „Risikospielen“ der Oberliga soll eine lückenlose Sicherkeitskette aufgebaut werden, um krawallbereite Fans auszuschließen. Das kündigten Bernard Südbeck, der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Oldenburg, Polizeichef Günther Schell und BVC-Vorstand Bernhard Dorissen gestern an.
Zum ersten Mal soll am Sonntag beim Spiel des BV Cloppenburg gegen den VfB Oldenburg ein Staatsanwalt direkten Kontakt zu den eingesetzten Polizisten halten. Sein Auftrag: Im Ernstfall Haft anordnen und ein beschleunigtes Strafverfahren gegen Hooligans einleiten.
Unter den über 1500 Oldenburger Fans, die in Cloppenburg erwartet werden, sind nach Erkenntnissen der Polizei etwa 20 gewalttätige Hooligans. „Denen kommt es gar nicht auf das Spiel an“, sagte Schell: „Die wollen Randale.“
Krawallbereite Fans wollen die Beamten mit einem verstärkten Aufgebot bereits am Bahnhof aussortieren. Schell: „Wer schon im Zug aufgefallen ist, kommt gar nicht erst in den Bus zum Stadion.“ Bundespolizisten beobachten die Gruppen im Wagon.
Am Stadion werden identifizierte „Problemfans“ isoliert. Die Polizei führt sie mit Hunden zum Eingang an der Westerlandstraße, an Sperrgittern vorbei auf einen Extra-Tribünenblock, der durchgehend von den Beamten bewacht wird. „Wer Ärger macht, den holen wir raus“, versprach Schell.
Der BVC unterstützt die Bemühungen mit 25 professionellen Sicherheitsleuten und weiteren ehrenamtlichen Ordnern. „Betrunkene Fans haben wir auch bisher schon abgewiesen“, sagte Vorstandsmitglied Dorissen, „aber wir werden noch schneller Stadionverbot erteilen“.
Zur Vorsicht gehört auch die Suche im Gelände, denn: Bei früheren Begegnungen hatten Randalierer bengalische Feuer und Flaschen voller Alkohol in Taschen am Zaun deponiert und nach den Kontrollen heimlich durch ein Loch gereicht.
Ärger haben im vergangenen Jahr Gäste aus Meppen und Braunschweig gemacht. Diesmal gelten die verschärften Kontrollen für die beiden nächsten Punktspiele am Sonntag gegen Oldenburg und Lübeck sowie gegen die Pokalbegegnung am Mittwoch gegen Meppen. Mit ihrem abgestimmten Vorgehen reagieren Polizei und Justiz auch auf den Erfindungsreichtum der Hooligans. Zu einem Pokalspiel in Pewsum (Ostfriesland) hatte eine Randalegruppe die Polizei ausgetrickst, indem sie sich als Bosseltruppe ausgab und einen gutgläubigen Busunternehmer hereinlegte. „Die kommen auf die dollsten Ideen“, wunderte sich Südbeck.