Re: Basketball
Verfasst: 04.06.2014 16:28
Dann will ich meinem Neid auch mal Luft machen.
Gestern habe ich seit langem mal wieder kurz beim Spiel eingeschaltet. Und ich muss nach wie vor sagen: Mich stößt so gut wie alles an der ganzen Sache ab. Wenn ich zum VfB gehe, möchte ich Fußball sehen. Beim Basketball scheint es mir dagegen nicht nur um den Sport zu gehen. Es muss eine Party, ein Event sein. Cheerleader, dieser zugekokste gelbe Vogel, eingespielte Musik und dieser nervige Hallensprecher, der eher zum Break Dancer auf dem Kramermarkt passen würde. Ich finde alles so ätzend. Erwachsene Menschen, die bei gegnerischen Angriffen sekundenlang "Abwehr, Abwehr" rufen. Und dann dieser ständige Klatschpappen-Gebrauch, der in seiner Konformität selbst in Nordkorea Bewunderung finden dürfte. Und am Ende singen alle "Zieht den Bayern die Lederhosen aus". Da habe ich mich geschämt. Es wirkte auf mich so, als ob man in der weltweit wichtigen Sportart (Fußball) einfach Lichtjahre davon entfernt ist, mit den Bayern mithalten zu können, und sich deshalb jetzt diebisch darüber freut, sie zumindest beim Murmeln schlagen zu können.
Ich habe überhaupt nichts gegen Basketball, schaue Länderspiele unserer Mannschaft und gehe selbst dann und wann im Park ein paar Körbe werfen. Die Mannschaft der Baskets zeigt gute sportliche Leistungen, das Umfeld arbeitet professionell. Ich kenne selbst einige Angestellte persönlich. Alles fein, schöner Sport. Auch die Qualität in der BBL ist mir egal. Aber das Ganze ist einfach Kommerz pur. Ratiopharm Ulm gegen EWE Oldenburg. Oder solche Steißgeburten wie der FC Bayern Basketball. Es ist furchtbar. Wenn der Emsländer Herr Dr. Brinker morgen keinen Bock mehr auf die Baskets hat, ist dieser Klatschpappen-Verein tot. Irgendwo habe ich gelesen, dass die EWE Geld einsparen muss und über Entlassungen nachdenkt. Dann würde ich aber mal schleunigst bei den Basketballern anfangen.
Aus der Ferne betrachtet wirkt diese Baskets-Begeisterung, die ich nur über Facebook mitbekomme ("Oldenburg ist blau und gelb" würg), einfach lächerlich. In Hamburg kennt die kein Mensch, und niemand interessiert sich dafür - niemand. Und wenn doch mal jemand einschaltet, denkt er/sie: Die Bauern aus Oldenburg feiern sich und ihren Randsport, weil sie sonst nirgendwo mit den Großen aus München oder Berlin mithalten können. An der Elbe will man sich jetzt auch so einen Basketball-Verein heranzüchten. Vielleicht ändert sich die Sichtweise dann auch irgendwann. Aber jetzt, wo endlich dieses Konstrukt HSV Handball sterben könnte, wird man sich das alles eventuell noch mal überlegen.
Zum Fußball gehört es für mich einfach, bei Wind und Wetter im Stadion zu stehen - da, wo schon Vater und Großvater unseren Verein angefeuert haben. Ich will Geschichten von 1951 hören. Ich will nach Aufstiegen und Abstiegen weinen, in der Kurve in dieselben Gesichter wie seit 25 Jahren blicken und V-V-VfB rufen - von der fünften bis zur ersten Liga. Wenn ich in Hamburg vom VfB spreche, dann fragen die Leute nach: Wo spielen die denn jetzt? Oder: Haben die nicht neulich gegen St. Pauli II gespielt? Mein Chef, der mehr ein Fußball-Sympathisant als ein echter -Fan ist, meinte neulich: Oh VfB, gegen die hat sich der HSV in der Oberliga immer schwer getan. Spricht man dagegen von den Baskets, schauen einen die Menschen hier nur fragend an.
Einmal wird es wieder so sein, dass die Erfolgsfans zum VfB pilgern. Wenn Sport 1 in die Zuschauerränge der EWE-Arena filmt, dann werde ich richtig traurig. Da sitzen hunderte, vielleicht tausende Leute, die früher ganz bestimmt (mal) zum VfB gegangen sind. Aber der vermeintliche Niedergang hat sie vertrieben. Das sind sicherlich nicht alles Basketball-Fans. Aber sie suchen halt Party, Event, Erfolg - und all das in einer warmen, trockenen Halle. Für mich ist das wertlos. Es hat viel von den Hoffenheim-Fans, die früher zu Waldhof Mannheim gegangen sind.
Ich lehne für mich persönlich ab, dass die EWE Baskets unsere Stadt repräsentieren. Oldenburg wird nie "blau und gelb" sein. Oldenburg ist und bleibt blau-weiß! Und sobald wir in der 3. Liga spielen werden, wird man das auch wieder an den Zuschauer-Zahlen sehen. Spiele gegen absolute Traditionsvereine, die richtig viele Fans mitbringen werden, Spielberichte in der Sportschau, bundesweite Medienaufmerksamkeit. Es wird wieder so sein wie früher. Aber dazu müssen wir endlich ein Stadion bekommen und irgendwann aufsteigen. Dann dürfen auch gern die Baskets und VfL-Frauen ihre Aufmerksamkeit genießen. Aber an erster Stelle steht für immer der VfB. Ganz egal in welcher Liga, ganz egal auf welchem Dorf. Würden wir in einem Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft stehen, würde es bei unseren Auswärtsspielen eine blau-weiß-blaue Invasion in der jeweiligen Gegner-Stadt geben. 100 Basktes-Fans in Bonn?! Das sagt eigentlich schon alles. In Oldenburg nur der VfB!
Gestern habe ich seit langem mal wieder kurz beim Spiel eingeschaltet. Und ich muss nach wie vor sagen: Mich stößt so gut wie alles an der ganzen Sache ab. Wenn ich zum VfB gehe, möchte ich Fußball sehen. Beim Basketball scheint es mir dagegen nicht nur um den Sport zu gehen. Es muss eine Party, ein Event sein. Cheerleader, dieser zugekokste gelbe Vogel, eingespielte Musik und dieser nervige Hallensprecher, der eher zum Break Dancer auf dem Kramermarkt passen würde. Ich finde alles so ätzend. Erwachsene Menschen, die bei gegnerischen Angriffen sekundenlang "Abwehr, Abwehr" rufen. Und dann dieser ständige Klatschpappen-Gebrauch, der in seiner Konformität selbst in Nordkorea Bewunderung finden dürfte. Und am Ende singen alle "Zieht den Bayern die Lederhosen aus". Da habe ich mich geschämt. Es wirkte auf mich so, als ob man in der weltweit wichtigen Sportart (Fußball) einfach Lichtjahre davon entfernt ist, mit den Bayern mithalten zu können, und sich deshalb jetzt diebisch darüber freut, sie zumindest beim Murmeln schlagen zu können.
Ich habe überhaupt nichts gegen Basketball, schaue Länderspiele unserer Mannschaft und gehe selbst dann und wann im Park ein paar Körbe werfen. Die Mannschaft der Baskets zeigt gute sportliche Leistungen, das Umfeld arbeitet professionell. Ich kenne selbst einige Angestellte persönlich. Alles fein, schöner Sport. Auch die Qualität in der BBL ist mir egal. Aber das Ganze ist einfach Kommerz pur. Ratiopharm Ulm gegen EWE Oldenburg. Oder solche Steißgeburten wie der FC Bayern Basketball. Es ist furchtbar. Wenn der Emsländer Herr Dr. Brinker morgen keinen Bock mehr auf die Baskets hat, ist dieser Klatschpappen-Verein tot. Irgendwo habe ich gelesen, dass die EWE Geld einsparen muss und über Entlassungen nachdenkt. Dann würde ich aber mal schleunigst bei den Basketballern anfangen.
Aus der Ferne betrachtet wirkt diese Baskets-Begeisterung, die ich nur über Facebook mitbekomme ("Oldenburg ist blau und gelb" würg), einfach lächerlich. In Hamburg kennt die kein Mensch, und niemand interessiert sich dafür - niemand. Und wenn doch mal jemand einschaltet, denkt er/sie: Die Bauern aus Oldenburg feiern sich und ihren Randsport, weil sie sonst nirgendwo mit den Großen aus München oder Berlin mithalten können. An der Elbe will man sich jetzt auch so einen Basketball-Verein heranzüchten. Vielleicht ändert sich die Sichtweise dann auch irgendwann. Aber jetzt, wo endlich dieses Konstrukt HSV Handball sterben könnte, wird man sich das alles eventuell noch mal überlegen.
Zum Fußball gehört es für mich einfach, bei Wind und Wetter im Stadion zu stehen - da, wo schon Vater und Großvater unseren Verein angefeuert haben. Ich will Geschichten von 1951 hören. Ich will nach Aufstiegen und Abstiegen weinen, in der Kurve in dieselben Gesichter wie seit 25 Jahren blicken und V-V-VfB rufen - von der fünften bis zur ersten Liga. Wenn ich in Hamburg vom VfB spreche, dann fragen die Leute nach: Wo spielen die denn jetzt? Oder: Haben die nicht neulich gegen St. Pauli II gespielt? Mein Chef, der mehr ein Fußball-Sympathisant als ein echter -Fan ist, meinte neulich: Oh VfB, gegen die hat sich der HSV in der Oberliga immer schwer getan. Spricht man dagegen von den Baskets, schauen einen die Menschen hier nur fragend an.
Einmal wird es wieder so sein, dass die Erfolgsfans zum VfB pilgern. Wenn Sport 1 in die Zuschauerränge der EWE-Arena filmt, dann werde ich richtig traurig. Da sitzen hunderte, vielleicht tausende Leute, die früher ganz bestimmt (mal) zum VfB gegangen sind. Aber der vermeintliche Niedergang hat sie vertrieben. Das sind sicherlich nicht alles Basketball-Fans. Aber sie suchen halt Party, Event, Erfolg - und all das in einer warmen, trockenen Halle. Für mich ist das wertlos. Es hat viel von den Hoffenheim-Fans, die früher zu Waldhof Mannheim gegangen sind.
Ich lehne für mich persönlich ab, dass die EWE Baskets unsere Stadt repräsentieren. Oldenburg wird nie "blau und gelb" sein. Oldenburg ist und bleibt blau-weiß! Und sobald wir in der 3. Liga spielen werden, wird man das auch wieder an den Zuschauer-Zahlen sehen. Spiele gegen absolute Traditionsvereine, die richtig viele Fans mitbringen werden, Spielberichte in der Sportschau, bundesweite Medienaufmerksamkeit. Es wird wieder so sein wie früher. Aber dazu müssen wir endlich ein Stadion bekommen und irgendwann aufsteigen. Dann dürfen auch gern die Baskets und VfL-Frauen ihre Aufmerksamkeit genießen. Aber an erster Stelle steht für immer der VfB. Ganz egal in welcher Liga, ganz egal auf welchem Dorf. Würden wir in einem Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft stehen, würde es bei unseren Auswärtsspielen eine blau-weiß-blaue Invasion in der jeweiligen Gegner-Stadt geben. 100 Basktes-Fans in Bonn?! Das sagt eigentlich schon alles. In Oldenburg nur der VfB!